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Lärmschutz A 39

08. Juni 2011

SPD drängt auf Lärmschutz für Mörse entlang der Autobahn A 39

MÖRSE. Nägel mit Köpfen in Sachen Lärmschutzmaßnahmen entlang der Autobahn A 39 – das will die SPD-Ratsfraktion noch vor Ende der Wahlperiode machen. Deshalb haben die Sozialdemokraten jetzt – basierend auf dem Schreiben der Bürgerinitiative – einen umfangreichen Antrag formuliert.
Darin wird die Verwaltung beauftragt, Lärmmessungen entlang der A 39 – insbesondere auf Höhe von Mörse, Westhagen und Fallersleben – durchzuführen. Auf dieser Grundlage soll die Stadt die Anfertigung eines Gutachtens durch einen Umweltlärm-Mediziner beauftragen, um mögliche gesundheitliche Auswirkungen für die Anlieger aufzudecken. Zudem soll die Stadt Vorschläge zur Minderung des Verkehrslärms unterbreiten und diese mit dem Straßenbaulastträger abstimmen. Wenn nötig, soll die Stadt Wolfsburg die Kosten der notwendigen Lärmschutz-Maßnahmen vorfinanzieren.
Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat für 2005 das Ver-kehrsaufkommen auf der A 39 mit 58 000 Fahrzeugen am Tag festgestellt. Die Prognose bis zum Jahr 2025 lautet auf 86 000 Fahrzeuge. „Die Bürger im Westen Wolfsburgs müssen endlich vor dem unerträglichen, evident zunehmenden Lärm geschützt werden. Der für 2014 zu erwartende Planfeststellungsbeschluss für die Verlängerung der A 39 nach Norden wird die Lärmentwicklung entlang der Wohngebiete Mörse, Westhagen und Fallersleben noch-mals drastisch erhöhen. Dem muss entgegengewirkt werden“, findet Ingolf Viereck, SPD-Spitzenkandidat für Ehmen/Mörse.
„Es kann nicht angehen, dass eine veraltete Lärmprognose aus dem Jahr 1975, die längst überholt ist und als Ergebnis damals keine Lärmschutzmaßnahmen vorsah, heute – unter total veränderten Bedingungen – den Bürgern den Schlaf und die wohlverdienste Erholung raubt. Die Stadt Wolfsburg muss handeln! Und zwar unverzüglich und ohne weitere Verzögerungen!“, erklärt SPD-Fraktionschef Hans-Georg Bachmann.
Zudem fordern die Sozialdemokraten von der Verwaltung eine verlässliche Prognose über die weitere Lärmzunahme nach Weiterbau der A 39. Bachmann: „Dazu soll ein Sachverständiger mit der Erstellung eines Lärmgutachtens beauftragt werden. Daraus sind die notwendigen Maßnahmen zu entwickeln wie Flüsterasphalt, Geschwindigkeitsbeschränkungen oder den Verkehrslärm absorbierende Lärmschutzwände.“
 



 

 
 

 
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